Die Idee für diesen Blog kam mir am vergangenen Wochenende als ich einen SUP Wildwasser Safety & Rescue Kurs angeboten habe. Einen Bestandteil dieses Kurses war mehrer Stromschnellen zu erkunden und die verschiedenen Fahrrouten zu erkennen mit Ihren vor- und Nachteilen, sowie die Gefahrenstellen und die eigenen Vorkehrungen bzgl. dieser Gefahrenstelle. Im English bezeichnet man dieses Vorgehen als „River-Scouting“.

Für mich ist „River-Scouting“ ein wichtiger Bestandteil des SUP Wildwasser Safety Kurses. Denn auf diesem Weg kann ich den Sicherheits-Reserven-Aspekte meines Sicherheitsplans aufbauen. Egal, ob ich mit einem Freund auf dem SUP-Board neue Wildwasser oder River Flussabschnitte erkunde, oder in einem Kurs neuen SUPer den Sport beibringe, das „River-Scouting“ erlaubt es mir, das Gruppen Risiko zu minimieren. Ich kann so Freunde oder Schüler auf die Stromschnellen vorbereiten in dem ich die Routen, Abstände und Sicherheitsvorkehrungen mit Ihnen bespreche.

Ich gebe zu, dass ich es geniesse Stromschnellen zu erkunden. Es ist der perfekte Moment, um die Gruppe zur Ruhe zu bringen, einen kollektiven Atemzug zu nehmen und mit Gruppen-Mitgliedern ihre Überlegungen zu besprechen und Gewicht zu geben. Wie ich dieses Vorgehen plane, geht jedoch weiter als beim übliche „River-Scouting“. Obwohl ich sicherlich Wellen, Walzen, Strömungen und Steine bespreche und auch Routen Inklusiv den richtigen Paddelschlägen mitplane.

 Beim „River-Scouting“ muss man auf die Einzel-Gruppenmitglieder eingehen. Bei jedem „River-Scouting“, bespreche ich auch durch Anwendung der bevorstehenden Stromschnelle, den allgemeinen Lebens-Entscheidungs-Prozess von jeder Einzelnen anwesenden Person. Denn im Leben werden unsere Entscheidungen nicht immer auf die effizienteste Art und Weise getroffen. Wir überlegen und überdenken oft Wochen- oder Jahrelang eine Wahl. Unsere Tools für diese Entscheidung bleiben jedoch möglicherweise unverändert.

Der Fluss mit seinen Stromschnellen (und Kälte) zwingt uns jedoch unsere Entscheidungen konsequenter und sicherlich auch bewusster zu treffen. Unten sind die wichtigsten Schritte, welche uns bei unserem Entscheidungs Prozess mithelfen.

1. Stell Dich einer neuen Herausforderung (Stromschnelle).

2. Bringe alle subjektiven Kenntnisse und Erfahrungen mit, die Du bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt hast (über welches Paddelwissen verfügst Du und wie kannst Du es hier anwenden).

3. Sammle die objektiven Informationen, die Dir zur Verfügung stehen (mit Gruppenteilnehmern den Abschnitt besprechen – welches wissen hat die Gruppe).

4. Achte auf Deine Intuition, Deine Nerven und Angst (wie ist Dein Persönlicher Physischer und Emotionaler Zustand).

5. Bespreche mit Deiner Gruppe, trefft eine Entscheidung und verpflichtet Euch (Am Fluss seit Ihr immer ein Team und jeder einzel Entscheid beeinflusst die gesamte Gruppe).

Der Entscheidungs-Prozess sollte zwischen 5 und 15 Minuten dauern. Längere Prozesse bringen öfters keine neuen Erfahrungen oder Informationen in den Entscheidungsprozess ein.

Nach dieser Pause geht es los. Ich wünsche jedem Teilnehmer dann Glück bei Seiner persönlichen Stromschnelle. Ich hoffe Ihr macht nun immer die richtige Entscheidung und wünsche Dir Happy Paddling und natürlich, dass Ihr immer im Fluss bleibt. See you on the water…Norb

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